Blog-Start – Teil 1 – Vorüberlegungen

blogstart_vorueberlegungenZuallererst ist die Idee. Zumindest ist das im Normalfall so. Manch einer wird schon im Vorfeld wissen, welche “Software” er zur Verwirklichung seines Projekts einsetzt, manch anderer vielleicht noch nicht. Manch einem ist ziemlich konkret klar, was er will, während andere erst einmal ihre Ideen etwas sortieren und überdenken müssen.
An dieser Stelle mal ein paar Vorabgedanken, was den Start eines neuen Blogs betrifft.

Die Artikelserie im Überblick

Wann ist der Einsatz eines Blogs sinnvoll?

  • Wenn man grundsätzlich Inhalte, Design und Technik getrennt haben möchte.
  • Ein Blog eignet sich besonders dann, wenn man regelmäßige Artikel oder News veröffentlichen und diese in einer Art Magazin-Stil darstellen will.
  • Unter WordPress ist es problemlos möglich, dass mehrere Autoren für ein Projekt schreiben. Dabei bedarf es vor allem keiner großen Technik- und Programmierkenntnisse, so dass man sich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren kann.
  • Durch die Kommentarfunktion gibt es die Möglichkeit direkte Rückmeldungen von den Lesern zu erhalten und Themen interaktiv zu diskutieren. Erst durch eine Vielfalt von Meinungen wird ein Thema richtig ergiebig. Je heißer eine Sache diskutiert wird, desto größer ist normalerweise auch das Interesse von Lesern.
  • Auch Umfragen sind mit WordPress selbstverständlich möglich.
  • Trackbacks und Pingpacks (Was ist das?) ermöglichen zudem auch einen Austausch über Webseiten hinweg. Man kann so also seine Meinung auch ausführlich im eigenen Blog verfassen und über einen Trackback die Verknüpfung zur ursprünglichen Debatte schaffen. Eine spannende Sache.

Das richtige Thema?

…gibt es nicht. Zumindest nicht pauschal und auf dem Präsentierteller. Du musst schon selbst wissen, was du willst. Aber die folgende Liste an Überlegungen hilft dir vielleicht trotzdem weiter:

  • Bietet das Thema auch für einen längeren Zeitraum das Potential, um interessante Artikel schreiben zu können oder wird das ganze möglicherweise nach der Umsetzung erster Ideen schnell unergiebig?
  • Kann ich mit meiner Webseite etwas Besonderes bieten? Das kann alles mögliche sein und kommt auch immer sehr darauf an, in welchem Themengebiet man sich bewegen möchte.
  • Welche “Konkurrenz” gibt es bereits? Wie kann ich von dieser lernen ohne aber zu kopieren? Wer nicht gerade ein topaktuelles oder ziemlich spezielles Themengebiet aufgreift, wird wohl in jedem Fall mit Konkurrenz rechnen müssen. Das sollte aber keinen Hinderungsgrund darstellen, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Schließlich kannst du – möglicherweise allein schon durch deinen Schreibstil – immer etwas einzigartiges bieten: deine Meinung. Gerade im Blogbereich sollte man (imho) diese ruhig auch in Artikel wie diese einfließen lassen und nicht nur sachlich-nüchtern runterschreiben.
  • Ist das ganze ein Thema, für das es überhaupt ein Publikum gibt? – Natürlich kann man auch einfach nur für sich aus reiner Freude am Schreiben heraus bloggen. Aber normalerweise ist es doch spannender, wenn die eigenen Beiträge auch von anderen gelesen werden.
  • Welche Info- und Newsquellen kannst du nutzen?
  • Wenn du bereits mehrere Ideen hast, schreibe diese einfach mal nieder und sortiere anschließend ein wenig. Gibt es evtl. das ein oder andere, das für dauerhafte, interessante Inhalte gut sein könnte.
  • Versuche das Thema durch Ausarbeitung wesentlicher Kategorien und Keywords zu konkretisieren. Dabei wird man auch recht schnell merken, welche dieser Begriffe weiteres Potential bereit hält und welcher eher weniger (zumindest ist mir das so ergangen.)
  • Und wenn man mal soweit ist, kanns sicherlich nicht schaden einfach mal einen Probeartikel zu schreiben, um zu sehen, wie leicht einem das ganze von der Hand geht und wie groß der Aufwand ist. Gib diesen ruhig auch mal zum Probelesen an andere weiter.

Was nicht ganz in diesen Rahmen gehört, aber trotzdem erwähnenswert ist:

  • Dein Blog wird wohl kaum von einem Tag auf den anderen die Nummer 1 der Szene / Blogosphäre werden. Das ist immer ein langer Weg, in dem viel Arbeit steckt. Dieser wird sicherlich auch von Phasen begleitet, in denen man mal weniger Lust auf das Projekt hat. Wer aber Visionen und ein Ziel hat, der sollte auch solche überwinden können (schreibe ich jetzt ganz am Anfang meines neuen Blogs und löse bei manchen damit vielleicht erstmal Verwunderung aus. Allerdings sei gesagt, dass dies nicht mein erstes Webprojekt ist und andere mittlerweile schon seit vielen Jahren bestehen. Ich hoffe natürlich, dass mir dies auch mit diesem Blog-Experiment gelingen wird. Schauen wir mal. Man weiß ja doch nie so genau, was die Zukunft bringt).


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3 Kommentare zu “Blog-Start – Teil 1 – Vorüberlegungen”

  1. Susanne sagt:

    Hallo,
    wunderbar, dass auch mal die Vorüberlegungen zur Sprache kommen. Ich war kürzlich auf einer Veranstaltung über Business-Bloggen, in der es a) ein wenig um Technik ging (gaaaanz einfach mit WordPress – haha) und dann darum b) “einfach mal anzufangen”, weil bloggen ja so toll ist. Wenn man es nicht als privates Tagebuch veröffentlicht, sondern damit auch geschäftlich auf sich aufmerksam machen will, muss man sich über Ziele und Visionen genauso Gedanken machen wie z.B. bei einer Existenzgründung. Gar nicht so einfach ist es auch, dafür dann eine passende Layoutstruktur zu finden… Also danke für die Anregungen!
    Gruß
    Susanne

  2. dirk sagt:

    Ich finde die wichtigste Vorraussetzung hast du vergessen wenn es darum geht einen Blog zu starten. Die Bereitschaft diesen auch über Jahre hin zu befüllen. Es gibt schon genug Blog Leichen im Internet

  3. Dirk, da hast du natürlich völlig recht. Aber selbst Leichen können ja für einige recht interessante Informationen zutage fördern. Hier jedenfalls wird sich die Leiche heute wieder aus ihrem Grab erheben ;)

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