Blog-Start – Teil 2 – Die wichtigsten Grundeinstellungen für WordPress

Wordpress-Deutschland.org
Im ersten Teil haben wir uns mit den Vorüberlegungen beschäftigt. Sind die grundlegenden Ideen für den neuen Blog erst einmal skizziert, werden die meisten wohl am liebsten direkt mit dem bloggen loslegen wollen.
Vorab
Es gibt natürlich die Möglichkeit, auf Blog-Dienste wie wordpress.com oder Googles blogger.com zurückzugreifen. Das ist natürlich eine schöne Möglichkeit für all diejenigen, die sich um die Technik keine großen Gedanken machen wollen. Allerdings bietet dies natürlich auch längst nicht so viele Freiheiten wie bei einer Installation auf dem gehosteten Server.
– Die Artikelserie im Überblick –
Nehmen wir einmal ein, wir haben uns für die am meisten verbreitete Software “WordPress” entschieden. Dort läuft die Installation recht einfach ab. Und auch die Einrichtung ist kein Buch mit sieben Siegeln.
Schauen wir uns das ganze mal Schritt für Schritt an.
Was man auf jeden Fall braucht ist ein Webhoster, der einem eine Webadresse und Speicherplatz zur Verfügung stellt. Um einen WordPress-Blog zu betreiben, ist außerdem zwingend auch PHP-Unterstützung sowie eine Datenbank vonnöten.
Download & Installation
Die aktuellste deutsche WordPress-Version bekommt ihr am schnellsten über wordpress-deutschland. (Hinweis am Rande: auf der Seite gibt es ebenfalls die wichtigsten Infos zur Installation.) Einfach den dortigen Download-Link betätigen und die DE-Version als .ZIP-Datei downloaden.
Den Inhalt dieser Datei entpackt ihr in ein lokales Verzeichnis auf dem heimischen Rechner. (Wer auf der Suche nach einem guten kostenlosem (Ent-)Packprogramm ist, dem kann ich 7-ZIP empfehlen.)
Jetzt gehts auch schon mit der für Anfänger vermutlich etwas heikleren Operation weiter, nämlich die Datenbank-Verbindungsdaten in die wp-config-sample.php einzutragen.
Öffnet die Datei mit einem normalen Text-Editor (ich benutze beispielsweise den frei verfügbaren Editor Notepad++ in der Portable Version, der ein paar mehr Konfigurationsmöglichkeiten bietet als es der normale Windows-Editor tut und vor allem den Programmiercode durch farbliche Hervorhebungen übersichtlicher gestaltet).
Jetzt gilt es die Zugangsdaten für die eigene Datenbank herauszufinden. Diese sind normalerweise im Verwaltungsbereich deines Webhosters hinterlegt. Diese trägst du nun in die gut auskommentierte wp-config-sample.php ein.
Beispiel:
define('DB_NAME', 'Meine_Datenbank');
Den rot markierten Begriff durch deinen ermittelten Datenbanknamen ersetzen. Und analog für die anderen Angaben.
Füge nun etwas weiter unten noch AUTH_KEY, SECURE_AUTH_KEY, LOGGED_IN_KEY, NONCE_KEY ein. Dazu einfach
put your unique phrase here
durch eine zufällige Zeichenkette ersetzen.
Hast du vor mehr als einen Blog innerhalb einer Datenbank zu installieren, dann ist möglicherweise noch folgende Einstellung für dich interessant:
$table_prefix = 'wp_';
Datenbank werden in Datentabellen organisiert. Das bedeutet im Fall eines Blog also, dass z.B. sämtliche Artikel und die damit verknüpften Informationen in einem Datenblatt innerhalb einer Tabelle mit eindeutigem Namen abgelegt werden. Da WordPress diese Namen für jeden Blog gleich vergibt, wäre es ohne ein Präfix nicht möglich die einzelnen Blogs auseinanderzuhalten. Installiert du also nun einen zweiten Blog, dann ändere das Prefix entsprechend deinen Wünschen ab (beachte aber unbedingt die Hinweise in der
wp-config-sample.php
).
Beispiel: 1. Blog:
$table_prefix = 'wp01_';
2. Blog:
$table_prefix = 'wp02_';
usw.
Nachdem wir die Einstellungen vorgenommen haben, speichern wir die Datei ab und benennen sie anschließend in
wp-config.php
um.
Jetzt müssen alle Dateien auf deinen Webspace hochgeladen werden. Dies geschieht mittels eines FTP-Programms. Das in meinen Augen sehr empfehlenswerte Programm Filezilla gibt es z.B. kostenlos und sogar als Portable-Version, das heißt also eine Version, die auch ohne Installation sofort funktioniert. Nach dem Start trägst du dort entweder direkt hier:
Filezilla - Schnellverbindung
deine Zugangsdaten ein, die du ebenfalls im Verwaltungsbereich deines Webhosters finden solltest, oder legst über einen Klick auf
Öffnet den Servermanager
einen dauerhaften Zugang an, auf den du über bequem auch später immer wieder zugreifen kannst.
Jetzt einfach nur noch alle entpackten Dateien (die readme und liesmich kann man selbstverständlich auch problemlos weglassen) in das Verzeichnis deiner Wahl hochladen, unter dem dein Blog später anzusprechen sein soll.
Anschließend gehts weiter mit der Browserinstallation. Dazu rufst du nun
www.Deine-Webadresse.de/Dein-ausgewähltes-Verzeichnis/wp-admin/install.php
in deiner Browser-Adressleiste auf.
Nun heißt es den Anleitungen am Bildschirm folgen – und warten, bis die Installation fertig ist. Und schon kann man sich auch schon in seinem Blog anmelden und prinzipiell loslegen. Das Dashboard lädt auf jeden Fall sofort dazu ein.
Die wichtigsten Grundeinstellungen
Zuvor empfiehlt es sich aber noch ein paar Konfigurationen vorzunehmen. Dazu wählen wir im Seitenmenü den Reiter Einstellungen. Natürlich wird jeder seinen Blog etwas anders konfigurieren wollen, daher beschränke ich hier auf die für mich bedeutendsten Punkte.
- Unterpunkt Allgemein: Den Blog-Titel habt ihr bereits bei der Installation angegeben, nicht aber den Untertitel. Da fällt euch bestimmt etwas passender und besser klingendes ein als “Ein weiteres tolles WordPress-Blog”. Wer möchte kann an dieser Stelle auch nachträglich Mailadresse und Installationspfad verändern (z.B., wenn man einen Ordner später umbenennt – was sich aber wenn dann nur ganz am Anfang empfiehlt, da später sonst zahllose Links in Leere laufen.)
- Schreiben: Unter Update-Services findest du standardmäßig zwei Ping-Dienste eingetragene, die darüber informiert werden, wenn du neue Artikel veröffentlichst. Schließlich will man andere ja auch wissen lassen, dass es etwas neues gibt. Im Netz gibts ganze Listen, die man dort einfügen könnte. Je mehr desto besser, mag sich jetzt mancher denken, doch das ist nur bedingt der Fall, da die beiden eingetragenen Dienste das wesentliche abdecken und man mit einem mehr an Einträgen durch ungewollte Dopplungen möglicherweise gar auf eine Blacklist gerät.
- Lesen: Unter “Zeige im Newsfeed” kannst du auswählen, ob dort der komplette Artikeltext angezeigt werden soll, oder aber nur ein Kurzauszug. Was letztlich nutzerfreundlicher ist, darüber streiten sich die Blogger. Eine interessante Diskussion zum Thema Fullfeed oder nicht findest zu z.B. bei bueltge.de oder blogprojekt.de.
- Diskussion: Hier kannst du alles in Bezug auf die Kommentarmoderation festlegen. Ob man alle Kommentare manuell freischalten lassen will oder aber eher auf vernünftige Filterbegriffe setzt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Faktoren wie Zeit, Aktivität der Besucher, Spamaufkommen, etc. spielen da natürlich alle mit eine Rolle. Zum Thema Kommentare wird es später auch noch ausführlichere Betrachtungen aus meiner persönlichen Sicht geben.
- Sichtbarkeit: Falls du es nicht schon bei der Installation angewählt haben solltest, kannst du hier Suchmaschinen den Zugang erlauben. Das solltest du auch tun. Immerhin kommen – vielleicht nicht gleich am Anfang, aber mit der Zeit doch einige Besucher über Google & Co.
- Permalinks: URLs mit nichtssagenden Nummern und verschiedernerlei PHP-Übergabeparamater gelten als unschön. Man kann URLs auch mittels .htaccess-Dateien umschreiben lassen, WordPress bringt praktischerweise aber eine solche Funktion schon von Haus aus mit, die man unbedingt auch nutzen sollte. Ich habe mich bei diesem Blog für die folgende manuelle Variante entschieden:
/%year%-%monthnum%/%postname%/Wichtig zu wissen: die Einstellung wirkt auch rückwirkend auf alle bereits erstellten Artikel. Einmal eingestellt, sollte man diese Struktur nicht mehr ständig ändern. Am besten gar nicht mehr, da sonst später wieder Links ins Leere laufen können. Also am besten gleich zu Beginn Gedanken machen, was hier sinnvoll ist und dann im Normalfall für immer seine Ruhe haben.
Das war es im wesentlichen. Im nächsten Teil der Artikel-Serie wollen wir uns dann mal anschauen, welche Plugins für den Start sinnvoll sein könnten.
Schlagwörter: Blog, Blog-Start, FTP, WordPress
Zuletzt aktualisiert am 17. April 2009





Sehr interessant. Kommt hier noch ein Folgeartikel? Möchte sehr gern mehr darüber wissen. Kannst du mir per E-Mail weiterhelfen?
In der nächsten Zeit wird es nun endlich wieder neue Artikel geben. Da werde ich mich dem Thema evtl. auch nochmals widmen. Vielen Dank für dein Feedback