Blog-Start – Teil 4 – Die wichtigsten WordPress-Plugins

Im letzten Artikel zur Absicherung des eigenen Blogs bin ich bereits kurz auf das Thema WordPress-Plugins zu sprechen gekommen. Plugins gibt es für WordPress wie Sand am Meer. WordPress-Neueinsteiger dürften vermutlich nicht direkt auf Anhieb wissen, was denn nun nützlich ist, was brauchbar und auf was man eher verzichten kann. Mit ein wenig Google-Recherche wird man recht schnell auf verschiedenerlei Empfehlungen stoßen, welche Plugins zum Start des eigenen Blogs sinnvoll sind. In diesem Artikel möchte ich nicht nur meine Auswahl vorstellen, sondern auch ein wenig auf die Konfigurationen der einzelnen Plugins eingehen.

Die Artikelserie im Überblick

So werden Plugins implementiert:

Plugins lassen sich ganz grundsätzlich über “Plugins -> Installieren” implementieren. Dabei gibt es zwei verschiedene Vorgehensmöglichkeiten:

Plugins unter WordPress installieren

Plugins unter WordPress installieren

  • direkt aus dem Netz installieren: Über die Suchmaske oder die Tag-Liste kann man sich direkt im Netz auf die Suche nach Plugins machen. Die Informationen werden dann direkt im eigenen Blog angezeigt. Dabei steht ebenfalls ein Button “Plugin installieren” bereit, so dass man nicht erst den Umweg über den Down- und Upload gehen muss.
  • von Zip-Datei installieren

Nicht vergessen: Plugins müssen nach der Installation erst aktiviert werden, damit sie benutzbar werden.

Unverzichtbare Plugins:

Spam-Schutz – Akismet

Plugin Akismet - Spam Schutz

Plugin Akismet - Spam Schutz

Aufgabe: Akismet hilft dabei den eigenen Blog vor Spam-Kommentaren zu bewahren.

Quelle: Akismet ist eines der Plugins, welches standardmäßig bei jeder neuen WordPress-Installation bereits enthalten ist. Allerdings ist dieses standardmäßig nicht aktiviert, da dafür zunächst der WordPress.com API-Key benötigt wird.

Wer die Kommentarfunktion nicht abschaltet, für den ist Akismet ein unverzichter Helfer. Vor allem mit wachsender Bekanntheit des Blogs dürfte man wenig Lust haben die meiste Zeit damit zu verbringen Spam auszusortieren.

Da Akismet Daten an Server in den USA überträgt, ist der Einsatz dieses Tools in Deutschland rechtlich umstritten. Wer das Plugin nutzt, sollte in jedem Fall entsprechende Datenschutzhinweise in seinem Blog anbringen.

Alternatives Spam-Plugin: Antispam Bee von Sergej Müller.

All in One Seo Pack

Plugin - All in one SEO Pack

Plugin - All in one SEO Pack

Quelle: http://semperfiwebdesign.com/

Aufgabe: Wer einen Blog betreibt möchte natürlich auch über eine Suchmaschine gefunden werden. Das Themengebiet Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization) füllt ganze Blogs. Es gibt vielerlei Tipps und Tricks, die man anwenden kann.

Dieses Plugin hilft einen dabei, Seiten und Artikel für Suchmaschinen, vor allem aber auch für Suchmaschinenbesucher zu optimieren. Zwar würde das Plugin einen Großteil der Arbeit auch allein übernehmen, besser ist es aber, wenn man individuell (das heißt von Artikel zu Artikel) per Hand etwas nachhilft. Und das gestaltet sich mithilfe von “All in One Seo Pack” nicht besonders schwer.

Konfiguration: Über das Menü im Administrationsbereich wählst du “Einstellungen -> All in One Seo Pack”.

Konfiguraton - All in one SEO Pack

Konfiguraton - All in one SEO Pack

Home-Title: Hier trägst du den Titel ein, der beim Aufruf der Startseite deines Blogs erscheinen soll. Dies entspricht dem <title>-Tag im HTML <head>-Bereich.

Home-Description: Hier gibst du eine kurze, prägnante Beschreibung deines Blogthemas ein. Eine reine Keyword-Liste sollte man vielleicht nicht gerade eintragen, da dieser Text auch Suchmaschinensucher angezeigt wird und soetwas auf diese eher abschreckend wirken dürfte. Gegen die gekonnte Platzierung von einigen Kernkeywords innerhalb der Beschreibung spricht aber absolut nichts – im Gegenteil. Dies entspricht dem <meta description=”">-Tag im HTML <head>-Bereich.

Home-Keywords: Hier ist nun der richtige Platz für eine Keyword-Liste. Beschränkt euch aber auch hier auf Kernbegriffe. Nach Aussagen verschiedener SEOs sind Keywords für das Ranking längst nicht mehr von besonders großer Bedeutung. Überzogen lange Keyword-Listen könnten dagegen aber sogar eher unter Spam-Verdacht fallen.

Rewrite Titles: Diese Option sollte man auf jeden Fall anwählen. Sie führt dazu, dass die Titel für einzelne Artikel jeweils individuell überschrieben werden. So vermeidet man nicht nur doppelt auftretende Titel, sondern schafft jeweils aussagekräftige, individuelle. Wichtig ist dies vor allem auch deswegen, da die Titel in den Suchmaschinen-Ergebnislisten angezeigt werden. Im folgenden kann man das Format für die Titel vorgeben, das standardmäßig angewandt wird. Dabei empfiehlt sich ein Format nach dem Muster “post-title | blog-title”. Längere Titel werden in den Suchergebnislisten abgeschnitten und so kann man sicherstellen, dass der jeweils individuelle Teil, nämlich der Artikelname sichtbar ist.

Use noindex for Categories / Use noindex for Archives: Je nach Gestaltung des eigenen Blogs kann es sein, dass hier doppelter Content ausgegeben wird. Somit ist es möglich die Kategorieseiten und Archivseiten von der Indizierung auszunehmen. Diese Seiten erscheinen dann nicht in den Suchergebnissen von Google & Co.

Autogenerate Descriptions: Sollte man aktivieren, auch wenn man später die Descriptions für jeden Artikel individuell halten kann. Aber für den Fall, dass man dies mal vergessen sollte, ist zumindest sichergestellt, dass eine einzigartige Description vorhanden ist.

Google XML Sitemaps

Quelle: http://www.arnebrachhold.de/redir/sitemap-home/

Aufgabe: Eine Sitemap erleichtert Suchmaschinen die Indizierung der vorhandenen Seiten und Artikel im eigenen Blog. Google selbst empfiehlt die Bereitstellung einer Sitemap sogar selbst. Und Nachteile bringt das ganze absolut nicht. Dieses Plugin nimmt einem die Arbeit ab und erstellt automatisiert eine Sitemap im XML-Format.

Konfiguration: Diese werden unter “Einstellungen -> XML Sitemap” vorgenommen. Die Beschreibungen sind auf Deutsch und sollten daher eigentlich gut verständlich sein. Man kann dort u.a. einstellen, wann die Sitemap aktualisiert wird, welche Kategorien ausgeschlossen werden sollen und erfahren, wann welche Suchdienste zuletzt informiert wurden.

DoFollow

Quelle: http://www.semiologic.com/software/wp-tweaks/dofollow/

Aufgabe: Standardmäßig sind in WordPress Kommentare als nofollow gekennzeichnet. Eingeführt, um Spam-Aufkommen zu vermeiden. Das hat dadurch nicht abgenommen, dafür werden möglicherweise interessante Links der Kommentatoren nicht mehr von Google verfolgt. Das läuft nach meinen Verständnis etwas am linkfreudigen Prinzip des Netzes vorbei. Dieses Plugin entfernt das Nofollow-Attribut in Links.

Zum Verständnis, so sieht ein Nofollow-Link aus:

<a href="" rel="extern, nofollow">

Konfiguration: nicht notwendig

SimpleTags

Simple Tags - Auto Suggest

Simple Tags - Auto Suggest

Simple Tags Plugin auf der Artikelseite

Simple Tags Plugin auf der Artikelseite

Quelle: http://wordpress.org/extend/plugins/simple-tags

Aufgabe: ist ein erweitertes Tag-Verwaltungs-Tool, das über zahlreiche Einstellmöglichkeiten verfügt. Man kann sich mittels dieses Plugins in einem Artikel auch Tag-Vorschläge aus externen Quellen holen und Tags bequem mittels weniger Clicks einfügen.

Konfiguration: “Einstellungen -> Simple Tags”. Die Infotexte und Hilfestellungen sind hier ebenfalls auf deutsch gehalten. Wichtig zu erwähnen ist allerdings: verwendet man das Plugin “All in one SEO Pack” zusammen mit SimpleTag, dann sollte man den Hacken bei “Meta Keywords -> Automatisch im Header einfügen” entfernen. Sonst hat man am Ende doppelte Keywords gelistet.

Besonderheit: Das Tool bringt außerdem die Möglichkeit mit verwandte Postings (Related Posts) unter einem Artikel anzeigen zu lassen. Eine Option, die man ruhig nutzen sollte, da sie nicht nur die interne Verlinkung stärkt, sondern dem Leser am Ende des Artikels eine Empfehlung zum weiterlesen gibt. Damit dürfte sich die Verweildauer und Klicktiefe deiner Besucher sicherlich erhöhen lassen.

Nützliche Plugins

solche, die ich auch in diesen Blog direkt von Beginn an eingebunden habe, aber die nicht ganz so wichtig sind:

Google Analyticor

Quelle: http://plugins.spiralwebconsulting.com/analyticator.html

Aufgabe: Wer zur Statistik-Auswertung Google-Analytics benutzt, der dürfte dieses Plugin recht praktisch finden. Es integriert automatisch den nötigen JavaScript-Code

Konfiguration: “Einstellungen -> Google Analytics”

Google Analytics logging is: Hier kann man ein und ausschalten, ob das Plugin aktiv werden soll oder nicht.

Your Google Analytics’ UID: Hier gibt man die UID ein, die man beim Eintrag der Seite in Google Analytics erhält. Dabei sucht man im JavaScript-Code nach einer Stelle, die wie folgt aussieht: _uacct = “UA-11111-1″; Dabei steht der Ausdruck zwischen den Anführungszeichen für die UID, in diesem Fall wäre das also UA-11111-1.

WordPress admin logging: Hier lässt sich einstellen, ob die eignen Zugriffe mitgeloggt werden sollen oder nicht. Das ganze lässt sich nach User-Level filtern, wobei der eigene User-Level mit angezeigt wird.

Feedburner Feedsmith

Quelle: http://www.feedburner.com/fb/a/help/wordpress_quickstart

Aufgabe: Wer Rückmeldungen darüber haben möchte, wie viele Leser den eigenen Feed denn überhaupt lesen, der wird um den Feedburner nicht herumkommen, der mittlerweile – wie so vieles – zu Google gehört. Mit diesem Plugin lässt sich die Ausgabe aller Feedlinks bequem auf den Feedburner umlenken. Einen entsprechenden Feeburner-Account muss man allerdings zuvor per Hand einrichten. Dazu wird ein Benutzerkonto bei Google benötigt – wer ein solches nicht schon besitzen sollte, kann sich natürlich auch von der Feedburner-Seite eines anlegen.

Konfiguration: “Einstellungen -> FeedBurner”. In das erste Eingabefeld trägst du einfach deine persönliche Feedburner-URL ein. Optional kannst du auch den Feed für Userkommentare umlenken lassen.

Plugin-Manager

blog_start_plugin_manager

Quelle: http://www.drunkadmin.com/projects/plugin-manager

Aufgabe: mit diesem Plugin lassen sich weitere Plugins bequem über eine Ajax-Oberfläche durchforsten und von dort aus automatisiert installieren. Nach der Aktivierung des Plugins ist dieses über einen eigenen Reiter im Menü links erreichbar.



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11 Kommentare zu “Blog-Start – Teil 4 – Die wichtigsten WordPress-Plugins”

  1. Die wichtigsten Plugins zum Blog-Start + Konfiguration…

    Wichtige Plugins zum Blog-Start. Vorstellung verschiedener Plugins inkl. Screenshots mit Konfigurations-Empfehlungen für den erfolgreichen Blog-Start….

  2. Antu sagt:

    Super Artikel, vielen Dank. All in One SEO Pack und Google XML Sitemaps werde ich mir mal ansehen wenn ich Zeit hab. Gerade ersteres kann bei meinem Blog sicher nicht schaden, Google listet in den Suchergebnisse sogar die Tag-Archive meines Blogs auf. :-)

  3. Frank sagt:

    Wobei bei Akismet sollte man schon bei der Empfehlung auch hinzuschreiben, dass die Nutzung nach deutschem Recht nicht erlaubt ist, da das Plugin Daten sammelt und im Ausland speichert. Da muss dann auch eine Empfehlung für Datenschutz mit in den Artikel aufgenommen werden.

  4. Andy sagt:

    Jap sehr guter und vor allem ausführlicher Artikel. Für Einsteiger absolut empfehlenswert. Ich bin ja auch gerade dabei für Bloganfänger einen Blogger-Guide zu schreiben.

  5. @Frank: stimmt, das ist ein wichtiger Aspekt, den ich völlig übergangen habe. Ich habe einen entsprechenden Absatz nun ergänzt.

  6. maybejam sagt:

    Danke, wunderbar! Sehr hilfreich. Könnte länger sein ;)

  7. Die wichtigsten Plugins zum Blog-Start – inkl. Konfigurations-Empfehlung | Blog-Experiment…

    Vorstellung der wichtigsten Plugins fr den erfolgreichen Blog-Start. Inklusive Screenshots und Konfigurations-Empfehlungen….

  8. Nila sagt:

    Schön geschrieben. Aber ich würde doch persönlich AntispamBee auf jeden Fall Askimet vorziehen. Denn danke Antispambee hat man auch keinen TrackbackSpam mehr auf seinem Blog. Außerdem ist Askimet wegen der Datenschutzbestimmungen zu umstritten. ;)

  9. Helen sagt:

    Hallo, ich möchte mich herzlich bedanken für die Informationen zur Konfiguration von All in one seo, für Anfänger sind solche Infos toootaaal hilfreich, also nochmal danke!

  10. [...] all in one seo pack: Sehr nützliches und vor allem derzeit kostenloses SEO Tool für WordPress, mit dem wir die Besucherzahlen bei mehreren Blogs deutlich steigern konnten  [...]

  11. Fusspfleger sagt:

    Eine sehr schöne Liste mir Plugins die für WordPress nötig sind. Das All in One Seo Pack kann ich nur empfehlen. Für alle Seiten und Artikel können individuelle Meta-Tags vergeben werden. Danke

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